Es ist soweit: Für die Schafe von Glennkill beginnt ein neues, wollsträubendes Abenteuer. Gemeinsam mit ihrer Schäferin Rebecca haben sie die irische Heimat verlassen und ihre ersehnte Europareise angetreten!
In Frankreich beziehen sie Winterquartier im Schatten eines entlegenen Schlosses, und eigentlich könnte es dort recht gemütlich sein – wären da nicht die Ziegen auf der Nachbarweide, die mysteriöse Warnung eines fremden Schafes und das allgemeine Unbehagen vor dem Schnee. Ein Mensch im Wolfspelz! – wispern Ziegen und Menschen. Ein Werwolf! Ein Loup Garou! Oder doch nur ein Hirngespinst?
Als dann ein Toter am Waldrand liegt, ist schnell nicht mehr klar, wer gefährlicher ist: der Garou oder seine Jäger. Fest steht, dass die Schafe schnell Licht ins Dunkel bringen müssen, um sich selbst und ihre Schäferin zu schützen. Und schon bald folgen sie mit bewährter Schafslogik einer ersten Spur, die sie durch die Gänge des Schlosses und das Schneegestöber der Wälder führt …
„,Garou', der zweite Schafskrimi von Leonie Swann, ist ein Buch, das auf wunderbar leichte Art mit Tiefsinnigkeit spielt. Poetisch, lakonisch und sehr, sehr komisch erzählt Leonie Swann aus Sicht der Schafe von Angst, Liebe und Mut und von den Schwierigkeiten, die Welt zu verstehen."
hr1 (23.06.2010)
Mitglied seit: 29.01.2004 im Irland Forum
Beiträge: 277
Wohnort: Rheinland
Verfasst am: 28.06.2010, 20:34
Vielen Dank für den Tipp. Den ersten Krimi habe ich geliebt. Vor einigen Jahren habe ich bei einem kurzen Stopp in Leenane eine Frau getroffen, die der Autorin vom Verhalten der Schafe erzählt hat. Sie war extrem stolz darauf.
Rattus
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Verfasst am: 28.07.2010, 13:50
Hi,
ich habe mich auch gleich drauf gestürzt - genau die richtige Lektüre für die Bahnfahrt von Dublin nach Cork ... dachte ich. Ich war ziemlich enttäuscht. Ich habs zwar ausgelesen, weil es spannend ist und ich gern mehr von meinen Lieblingen wissen wollte, und hier und da fand ichs auch amüsant. Nur im Ganzen hatte ich den Eindruck, die Autorin hat sich wahnsinnig angestrengt, den "Thriller-Stil" reinzukriegen, 180 Schauplätze eingebaut, witzige Redewendungen wiederholt (ok, das hat sie beim ersten Buch auch schon gemacht). Mir war der Aufbau zu abstrus, zu bemüht.
Hat es jemand von euch schon gelesen? Würde mich wirklich interessieren, wie das Buch bei euch ankam
Viele Grüße
Ute
_________________ Wer sich keine Zeit nimmt, wird nie welche haben.
sheepcloud
Mitglied seit: 23.01.2008 im Irland Forum
Beiträge: 1860
Verfasst am: 28.07.2010, 14:33
Hallo Ute,
Mir ging es genauso, wie Dir! Habe es heute nach 106 Seiten Krampf-Lesen beiseite gestellt. Das erste habe ich verschlungen...na ja ... der Plot um die Schafe war ja auch neu, und die Beobachtungen sehr treffend beschrieben, aber dieses hier...vielleicht greife ich ein andernmal nochmal zu dem Buch, aber mich muss da schon etwas mehr Handlung und Spannung in den ersten 100 Seiten fesseln, als es hier der Fall war. Da ich berufsbedingt viele Buecher lesen muss (aber auch gerne lese !), habe ich mir dann ein anderes gegriffen.
Eine Kollegin sprach auch von einer Schreibblockade der Autorin, das merkt man, auch ohne das man es jetzt wuesste...
Schade, ich habe sie mal auf einer Lesung erlebt, da sprach sie schon von ihrer "Schafs-Thriller" - Idee, aber wirkte nicht wirklich "angefixt" und voller Ideen.
Anderen Kolleginnen ging es leider ebenso wie uns nun, und ich denke nicht, dass es mit dem beschriebenem Winter zu tun hat, der manchem im Moment beim Lesen nicht so passend erscheinen mag...
Liebe Gruesse
Claudia
Rattus
Mitglied seit: 28.02.2008 im Irland Forum
Beiträge: 65
Wohnort: Bonn
Verfasst am: 28.07.2010, 16:03
Hi Claudia,
da bin ich ja richtig erleichtert, dass es nicht nur mir so ging, ich dachte schon, mir geht vielleicht der Sinn für Thriller ab Ich habe bisher nur positive Kritiken gelesen - aber vielleicht waren die gekauft
LG Ute
_________________ Wer sich keine Zeit nimmt, wird nie welche haben.
Hab's noch gar nicht gelesen, hat aber auch gar keine Eile nachdem ich mir nur Mal die Kritiken bei Amazon durchgelesen hatte.
Hab' da gerade ganz was anderes gelesen - gut es hat für mich natürlich den absoluten Heimatbezug -, das sich mit einer auch ganz neuen (aber ganz anderen) Idee befasst: "Hahnemanns Vermächtnis" von Alexander Bohn (Apotheker hier bei uns). Wie gesagt, ganz andere Thematik, aber das habe ich ebenso genossen wie seinerzeit die Schafe von Glennkill.
sheepcloud
Mitglied seit: 23.01.2008 im Irland Forum
Beiträge: 1860
Verfasst am: 28.07.2010, 20:33
Danke fuer den Tipp, Walter ! Werde ich mal bibliographieren...
Ja Ute und alle anderen, ich finde, es ist immer Geschmackssache... Kennt man jetzt "Glennkill" noch nicht, ist "Garou" vielleicht ganz gut, nur bauen die Charaktere ja auch auf den ersten Titel auf. Und der Anspruch ist nach einem Bestseller ja immer sehr hoch... also, das Buch ist jetzt nicht miserabel, vielleicht war ich ja auch zu ungeduldig und wollte in den letzten Wochen lieber Anderes lesen. Nicht zuletzt ist der Genuss eines Buches ja auch abhaengig von der persoenlichen Situation und Lust und Laune... .
"Der Schatten des Windes" gefiel mir z.B. auch viel besser, als "Das Spiel des Engels" .
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